
Was ist nur los mit unserer Gesellschaft? Werden wir etwa immer verstrahlter? Unselbständige, nicht zum Denken fähige Roboter, die sich von Medien und Politik ein Weltbild aufoktruieren lassen, dass die Realität total entfremded? Und wir laufen blindlings hinterher und sagen zu jeder Entscheidung der Politiker, die natürlich nur “zu unserem Besten” ist, Ja und Amen.
Es ist doch immer die selbe alte Leier: irgendetwas Schlimmes passiert und die Reporter überstürzen sich förmlich in ihrem Eifer als Erster und so exklusiv wie möglich über die “Action” berichten zu können. Im Nachhinein stellt sich dann oft heraus, dass das alles so nicht ganz der Wahrheit entsprach und man ein paar “unwesentliche” Details zum Wohle der Einschaltquoten “geringfügig modifiziert” hat. Aber was solls – gestern war gestern und heute ist heute und die Medien schauen natürlich schon auf morgen. Was zählt ist einzig und allein der Profit. Frei nach dem James Bond Film “Tomorrow Never Dies”, in dem der Medienmogul Elliott Carver sich seine eigenen Nachrichten schafft, indem er Kriege und Konflikte mit gefälschten Fakten anzettelt (darin sind die Amis übrigens auch sehr gut… hoffen wir, dass Obama keine dumpfe Marionette irgendwelcher Polithintermänner ist).
Warum ich eigentlich auf dieses Thema gekommen bin liegt nahe: vor 2 Tagen lief ein psychisch gestörter junger Mensch in Winnenden Amok. Eine schreckliche Sache und unerklärliche Tat. Unerklärlich? Neiiiiiiiiiiiiiiiiin, ein kleiner Kreis erlauchter Analytiker hat natürlich sofort die passende Antwort auf alle Probleme, die zu solch einem Wahnsinn führen parat: KILLERSPIELE! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah… Zitat: “Wie bekannt wurde, spielte der Junge auch Killerspiele wie etwa Counterstrike…” *huuuuuuuu* War ja so klar. Wenn es nicht so traurig wäre, hätte ich laut gelacht. Videospiele als Grundübel der Gesellschaft.
Ein Land in dem Kinder erst nach der Karriere kommen, KiTas und Kindergärten kaum Plätze und qualifizierte Betreuung bieten können, nicht ausreichend Geld in Bildung investiert wird, weil wir doch ach so schlau sind (siehe PISA), Schulen neben dem Unterricht viel zu wenig Programm wie Sport und Musik bieten, das TV-Nachmittagsprogramm mit Gerichts- und Talkshows größartig zur Volksverblödung beiträgt, indem wir die dämlichsten und unselbständigsten Bürger unserer Republik gezeigt bekommen. Da stellt man sich dann echt die Frage: “Bin ich so blöd oder warum arbeite ich eigentlich noch”, dass sich Sozialschmarotzer, wie dort im Fernsehen gezeigt, parasitär von unseren Steuergeldern ernähren und weil sie ja nix besseres zu tun haben als ihre asoziale Dreistigkeit durch zahlreiche Blagen zu vervielfachen und dann auch noch Kindergeld dafür kassieren wollen. Bestes Beispiel dafür ist der Achtlingsfall der Amerikanerin Nadya Suleman, die natürlich prompt um Spenden und staatliche Unterstützung bittet – was ein Glück, dass sie noch auf den Trichter gekommen ist jemanden zu verklagen, weil ihr vorher keiner gesagt hat, das 8 weitere Kinder zu den schon 6 vorhandenen, die Erziehung und Ernährung unwesentlich erschweren…
Zurück zum eigentlichen Thema: Ballerspiele als Samen der Verderbtheit, die uns abstumpfen und verrohen lassen, so dass unsere Emotionen exponentiell und unkontrollierbar auf die dunkle Seite des menschlichen Seins abrutschen und schliesslich unweigerlich im Amok enden. In jedem von uns schlummert doch ein Killer – falsch… nur in den Computerspielern, nein, nur in den Killerspielspielern. Vielleicht sollten wir die alle lieber gleich wegsperren – rein profilaktisch natürlich, könnte ja einer unter 100.000 dabei sein, der eventuell irgendwann mal durchdreht. Grund für nen durchgebrannten Draht im Oberstübchen: natürlich 100% die Ballerei aus den Videogames, was auch sonst. Was soll die dumme Frage. Oben genannte gesellschaftliche Probleme sind doch viel zu offensichtlich, als dass sie Mitauslöser sein könnten. Da liegt es doch auf der Hand den typischen Sündenbock auszugraben, der jedes Mal herhalten muss: die “Killerspiele” – Huch, stimmt ja gar nicht, aber pscht…. egal. Die Leute sind doch beruhigt, weil sie jetzt wissen woran es lag und gut ist. Klappe zu und weg mit der Akte. Dann können wir ja weitermachen wie bisher. Kindern mehr Aufmerksamkeit widmen und so vielleicht Problemfälle aus sozial labilen Familien mit schwierigem Hintergrund präventiv behandeln zu können – neeee, ist doch viel zu anstrengend und kostet auch noch Zeit und Geld. Und das haben wir nicht – ist doch schließlich Wirtschafts- und Finanzkrise. Haste nicht gelesen oder waaas? Tu ma Zeitung schaun. Steht doch voll fett drin, Altaaa! Geld in Erziehung und Betreuung investieren… pfff, bescheuert oder was?
Sorry, dass ich mir hier gerade den Frust von der Seele schreibe, aber wen’s nicht interessiert, der hat eh schon oben aufgehört zu lesen. Das musste jetzt einfach mal gesagt werden, weil immer und immer wieder die gleich ollen Kamellen ausgebuddelt werden, wenn dergleichen wie in Erlangen oder jetzt Winnenden passiert. Ist zumindest meine Meinung. Übrigens bin ich auch ganz schlimm gefährdet… hab doch auch mal diese bösen, bösen Spiele gespielt – au weyer
Wenn man das mit dem Killerspielverbot mal weiterdenkt, ich mein so richtig elaboriert, dann müsste man aber ganz schön viel verbieten, denn auch SuperMario verhaut die kleinen Viecher in den NintendoGames indem er ihnen auf den Kopf hüpft und mit Feuerbällen schmeisst. Ich hab’s doch schon immer gewusst, mit dem Mario ist was nicht in Ordnung… und dann ist da noch dieser Luigi – nachher sind die noch schwul. Mein Gott, stell sich das einer vor – ein Eklat. Sollen bloß froh sein, dass sie nicht in den USA leben die beiden. Da wär Land unter, aber hallo. Wo man sich doch schon das Maul zereisst, das die wunderbare Michelle Obama zu viel Haut zeigen würde (es geht dabei um ärmellose Kleider) und sich das für eine First Lady ja in keinster Weise ziemt. Was für eine Unverfrorenheit diese Person besitzt *kopfschüttel*.
Ach ja, wo wir gerade dabei sind: GTA San Andreas hatte damals ja auch so eine unglaubliche Diskussion ausgelöst, dass man es in den USA indizieren musste. Nein, nicht weil man Leute in jeder erdenklichen Möglichkeit von der Bildfläche verschwinden lassen konnte, sonderen wegen des intergrierten Hot Coffe Modes. Ich sach nur “Nippelgate”. Also meine Meinung zum Verbot mancher Computerspiele ist: Alles Kokolores. Je mehr man etwas verbietet, desto interessantere wird es doch für die heranwachsende Jugend. Und glaubt nicht liebe Politiker, dass man etwas nicht frei verkäufliches nicht doch besorgen könnte. Leider zum Schaden der Wirtschaft. Aber die ist ja eh schon den Bach runter, woll?!
Viel wichtiger ist doch, dass Eltern wissen was ihre Kinder da so treiben und darauf achten, dass sie in einem ordentlichen Umfeld aufwachsen (hat man leider nicht immer Einfluss drauf). Klar gibt es brutale Computerspiele, die nicht in Kinderhand gehören. Aber auch Filme sind hier wenig zimperlich – man braucht nur einmal durch das Abendprogramm zu zappen und kann die Leichen nicht mehr an einer Hand abzählen. Übrigens meist auch sehr blutig in Szene gesetzt. Doch es obliegt nicht der Politik zu entscheiden, was gut oder schlecht für uns ist, sondern den Erziehungsberechtigten. Ob Kinder darauf hören, ist Sache der richtigen Erziehung. Kinder müssen die richtigen gesellschaftlichen Werte lernen, so auch Respekt (die Kurzen werden immer frecher und unkontrollierbar hab ich das Gefühl).
Appell also nicht an die Computerspiel-Industrie keine gewaltverherrlichenden Spiele zu produzieren (was bei genauerem Hinsehen meist sowieso nicht der Fall ist – siehe CS, das schon lange als Taktik-Shooter entlarvt wurde, der noch nichtmals von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als gefährlich eingestuft werden konnte. Tja, dumm gelaufen liebe Politiker) sondern ein Appell an alle Eltern, Lehrer und sonstigen Menschen, die Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder haben, ein Auge mehr auf selbige zu werfen. In diesem Sinne: Carpe Diem – und holt das Beste raus! Es ist unsere Zukunft.